| Zugfestigkeit (σb) |
515~1035 MPa |
| 0,2%-Dehngrenze (σ0,2) |
≥90 MPa |
| Bruchdehnung (δ5) |
≥40 % |
| Härte |
≤ 201 HBW;≤ 92 HRB;≤ 210 HV |
| Dichte (20℃, g/cm³) |
7,93 g/cm³ (280 lb/in³) |
| Schmelzbereich (℃) |
1398 ~ 1454 |
| Spezifische Wärmekapazität (0~100℃, kJ·kg⁻¹·K⁻¹) |
0,50 |
| Wärmeleitfähigkeit (W·m⁻¹·K⁻¹) |
16,3 bei 100℃, 21,5 bei 500℃ |
| Wärmeausdehnungskoeffizient (10⁻⁶·K⁻¹) |
17,2 (0~100℃), 18,4 (0~500℃) |
| Spezifischer elektrischer Widerstand (20℃, 10⁻⁶Ω·m) |
0,73 |
| Längselastizitätsmodul (20℃, kN/mm²) |
193 |
Oberflächenveredelung
Eloxieren / Bürstenfinish
Pulverbeschichtung
Siebdruck
Lasermarkierung
Anwendungsbereiche
Edelstahl 304 ist ein repräsentativer Cr-Ni-Knetedelstahl und der am weitesten verbreitete Werkstoff der industriellen Fertigung. Er zeichnet sich durch ausgewogene Gesamteigenschaften aus: gute Witterungsbeständigkeit, Hitzebeständigkeit und hervorragende Umformbarkeit für Warmformen, Stanzen und Biegen. Eine Härtung durch Wärmebehandlung ist nicht möglich. Der stabile Einsatztemperaturbereich liegt bei -196℃ bis 800℃, mit ausgewogener Zerspan- und Schweißeignung für Serienproduktion.
Er wird eingesetzt für Lebensmittelanlagen, Chemiebehälter, Fluidleitungen, tiefgezogene Behälter und Wellrohre. Weitere Produkte sind Flugzeugkraftstoffleitungen, Blechteile für Fahrzeuge und Schiffe, Gerätehalter, Laternenkonsolen, Nieten, Metallwaren, Elektrogehäuse, Küchengeschirr, Küchenmöbel, Warmwasserspeicher, Kessel, Badewannen und Architekturelemente. Durch genaue Einstellung der Legierungszusammensetzung erfüllt er Lebensmitteleignung.
Ursachen für Korrosion bei Edelstahl 304
Trotz guter Korrosionsbeständigkeit kann 304 unter bestimmten Betriebsbedingungen rosten, hauptsächlich aus folgenden Gründen:
1. Chloridkorrosion
Chlorid-Ionen sind allgegenwärtig: Salz, Schweiß, Meerwasser, Seewind, Erdreich. Im chloridhaltigen Milieu entsteht schnelle elektrochemische Korrosion, teilweise schneller als bei unlegiertem Stahl. Regelmäßiges Reinigen und Trocknen der Oberfläche ist erforderlich.
2. Mangelnde Lösungsglühbehandlung
Wenn Legierungselemente nicht vollständig in die Metallmatrix eingebunden werden, sinkt die Korrosionsbeständigkeit und es entstehen örtliche Korrosionsstellen.
3. Korngrenzenkorrosion
Ti/Nb-freier 304 neigt bei Verarbeitung und Einsatz zu Korngrenzenkorrosion. Die Zugabe von Titan und Niob mit anschließender Stabilisierungsglühung unterbindet diesen Effekt.
Edelstahl ist hochlegierter korrosionsbeständiger Stahl, der Oxidation und chemische Angriffe widersteht. Die glatte Oberfläche besitzt natürlichen Korrosionsschutz ohne zusätzliche Galvanisierung. Man unterteilt in 13Cr- und 18-8 Cr-Ni-Edelstähle.
Metallurgisch bildet Chrom eine dünne dichte Passivschicht aus Chromoxid, die Sauerstoff blockiert. Der Chromgehalt muss mindestens 12 % betragen. Bei Schweißteilen senkt eine kohlenstoffarme Legierung die Karbidausscheidung in der Wärmeeinflusszone und verhindert Nahtkorrosion.
Häufige Oberflächenfehler, Ursachen und Lösungen
1. Einprägungen auf der Oberfläche
Fehlerbild: linien- oder punktförmige Vertiefungen nach Tiefziehen und Schleifen.
Ursachen: Fremdkörper auf Werkstück oder Werkzeug, Kratzer auf Niederhalterblechen.
Lösungen: gründliche Reinigung vor der Bearbeitung; Tiefschliff zur Beseitigung von Orangenschalen-Effekt und Einprägungen.
2. Orangenschalen-Optik
Fehlerbild: ungleichmäßige raue Oberfläche nach Schleifen und Umformen.
Ursachen: unpassende Schleifparameter (stärker bei großer Umformung), grobe Kristallkörner im Rohmaterial, Erweichung durch falsche Wärmebehandlung.
Lösungen: ausreichender Tiefschliff für tiefgezogene Teile; Standardisierung der Wärmebehandlung; strenge Kornsteuerung des Vormaterials für gleichbleibende Oberflächenqualität.